Lumigurumi

Donnerstag, 23. August 2012

Emil und Skeletor

....♥... Es war einmal ein kleiner Fisch. Der hieß Emil. Emil hatte von irgendwo her gehört, dass Fische zum Leben Wasser brauchen. Da er aber noch nie Wasser gesehen hatte, wollte er aufbrechen und das Wasser suchen, von dem die Leute erzählen, dass es zum Leben notwendig sei

Und so schwamm Emil zu seinem Freund Dagobert, der Kaulquappe. "Was suchst Du?", fragte ihn Dagobert, die Kaulquappe. "Wasser!" antwortete Emil. "Wasser", sagte Dagobert, "gibt es hier nicht. Hier gibt es Steine und Muscheln, grüne und braune Algen, aber Wasser habe ich hier mein Lebtag noch nicht gesehen. Und ich bin schon lange in der Gegend hier. Du musst zu Kuno, dem Wels gehen, der mit dem dicken Kopf und dem breiten Schnurrbart. Er ist viel im Meer herumgekommen, und der weiß sicher, wo es Wasser gibt." 

So machte sich also der kleine Fisch Emil auf und schwamm vorbei an Felsspalten, durch Höhlen, durch Schlingpflanzen, bis er zu der Höhle von Kuno kam, dem Wels. 

Emil schwamm mit seiner Schnauze zweimal gegen den Eingang der Höhle. Da schoben sich ein dicker Kopf, ein breiter Schnurrbart und zwei gutmütige Fischaugen hervor und fragten: " Was suchst du?" "Guten Tag, Kuno", antwortete Emil. "Ich bin schon lange unterwegs und suche das Wasser! Aber keiner kann es mir zeigen." "Das Wasser ist vor dir", antwortete ihm Kuno, der Wels. "Aber vor mir bist du doch!" widersprach Emil, und er schaute noch ein bißchen nach rechts und nach links. Aber außer dem Eingang der Höhle und ein paar Muscheln konnte er nichts entdecken. "Das Wasser ist hinter dir", sagte Kuno. Und als sich Emil umdrehte, sah er nichts als die blauschwarze Tiefe und einen Heringsschwarm, der entlangzog. "Ich verstehe dich nicht", sagte der kleine Fisch Emil verzweifelt, "du willst mich wohl zum Narren halten." "Du bist noch sehr jung", sagte gutmütig der alte Wels, "wenn du Wasser sehen willst, musst du zum großen Meerschloss schwimmen. Dort wirst du den alten Wal Juno treffen, aus dem letzten Ozean. Aber pass auf, sei vorsichtig, es ist sehr gefährlich!" Nun machte sich unser kleiner Fisch auf, um das große Meer zu suchen und den großen Wal Juno um Rat zu fragen. Sieben Tage und sieben Nächte schwamm er durch tiefe Meeresschluchten, durch Wälder von Schlingpflanzen und über ebene Sandbänke, bis er zu einem riesigen, grünbewachsenen Schloss kam. Die Pforte stand auf, und der kleine Fisch schwamm hindurch. Da sah er im weiten Bogen des Schlosses ein großes, schwarzes Ungeheuer mit Zähnen wie Gartenzäune und einem Bauch so breit wie ein Hoftor. Er erschreckte und wollte schon zurück, doch das Ungeheuer hatte ihn bereits gesehen. "Du bist Emil, der kleine Fisch, der das Wasser sucht? Ich habe schon auf dich gewartet." "Und wer bist du?", fragte Emil vorsichtig. "Ich bin Juno, der Wal. Leg dich auf meinen Rücken. Ich werde dir zeigen, wie notwendig der Fisch das Wasser braucht! Lege dich nur ganz fest auf meinen Rücken." Und darauf begann der Wal höher zu steigen und immer höher und immer schneller, dass es dem kleinen Fisch schwindelig wurde, bis der Wal schließlich aufgetaucht war und wie ein Berg aus dem Wasser ragte. So blieb er an der Oberfläche liegen und rührte sich nicht. Dem kleinen Emil schien der Kopf zu zerspringen. Er zappelte auf dem Rücken des Wals, und es war ihm, als müsste er in der Sonne braten und sterben. " Oh, wenn ich doch im Wasser geblieben wäre!" zuckte es ihm durch seinen kleinen Fischkopf - und dann konnte er sich an nichts mehr erinnern. 

Als er wieder aufwachte, lag er auf dem Grund des Meeres im großen Meerschloss neben dem Wal Juno. "Na, weißt du jetzt, wo das Wasser ist, das die Fische so notwenig zum Leben brauchen?", fragte ihn der Wal und zwinkerte mit seinen Fischaugen. "Das Wasser, das ich so lange gesucht habe, hat mich immer umgeben", sagte Emil etwas verschämt. "Jetzt schwimm zurück", sagte der Wal, "weil es dir selbstverständlich war, hast du es suchen müssen!" ...♥...

Wolfgang Rike



 












Emil  ist natürlich nicht der Fisch aus der Geschichte oben. Nur zufällig ein Namensvetter und er erzählt die Geschichte sehr gerne und oft.

Sein Freund Sekeletor und er arbeiten als Botenjungen. Wir haben sie gebucht, damit sie das Geschenk für eine Freundin ausliefern. Sie waren schneller die 95tausend Stufen zur ihrer Wohnung oben, als wir. Wir können zu Recht sagen, sie haben ihren Job professionell und schnell erledigt. Dafür gibt es eine gute Bewertung! Dieser Lieferservice ist wärmestens zu empfehlen.

Netter Kontakt, gerne wieder.







 

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